Warum die Wahl der Zivilisation so schwerfällt
Seit dem Release 2021 ist Age of Empires 4 durch Erweiterungen und kostenlose Updates auf über zehn Hauptzivilisationen samt ihrer Varianten gewachsen. Jede spielt sich wirklich anders: eigene Wirtschaftsboni, einzigartige Einheiten, unterschiedliche Bauweise der Wahrzeichen und eine eigene Belagerungslogik. Die Frage „Womit spiele ich?“ hängt weniger an der Meta als am persönlichen Geschmack – bei 22 Optionen führt sie trotzdem zuverlässig zur Entscheidungsmüdigkeit.
Das Zufallsrad räumt das aus dem Weg. Es holt dich aus der gewohnten Auswahl heraus, und eine Partie mit einer unbekannten Zivilisation erweitert das strategische Verständnis schneller als zehn mit der immer gleichen.
22 Zivilisationen in drei Spielweisen
Grob lassen sich die Zivilisationen in drei Gruppen einteilen:
- Defensiv und burgenlastig: Engländer (Langbogen und feste Stellungen), Heiliges Römisches Reich (Prälaten und Burggrafenpalast), Orden des Drachen (die schwer gepanzerte HRR-Variante), Byzantiner (Söldner) und Templerorden.
- Beweglich und druckvoll: Mongolen (verlegbare Gebäude), Rus (Wirtschaft über Späher), Goldene Horde (berittene Bogenschützen), Sengoku-Daimyo (schnelle Expansion) und Malier (Sofa-Reiter und Handel).
- Wirtschaftlich und technologisch: Chinesen (Dynastiewechsel), Zhu Xis Vermächtnis, Sultanat von Delhi (Forschungsboni), Abbasiden (Haus der Weisheit), Osmanen (Militärschulen), Franzosen (frühe Ritter), Haus Lancaster, Makedonische Dynastie, Tughlaq-Dynastie, Japaner, Jeanne d’Arc und Ayyubiden.
Ideen für Random-Civ-Challenges
Zivilisation der Woche: Sonntags einmal drehen und die ganze Woche mindestens fünf Partien damit spielen. Nach einem Monat kennst du die Wirtschaftsansätze der meisten Zivilisationen auswendig.
Überraschung im Teamspiel: Im 2-gegen-2 oder 3-gegen-3 spielen alle, was das Rad ausgibt. Drei Minuten Absprache vorher genügen: Wer geht früh auf Druck, wer baut die Wirtschaft aus?
Von der Kampagne ins Scharmützel: Zieht das Rad eine Kampagnen-Variante wie Jeanne d’Arc oder den Orden des Drachen, ist das der richtige Moment, sie im Scharmützel auszuprobieren.
Für Videos und Streams: Die Random-Civ-Challenge ist ein etabliertes Format – live zu drehen bindet die Zuschauenden direkt ein.
Kurz vorbereiten nach dem Dreh
Kommt eine Zivilisation heraus, die du nicht kennst, lohnen sich drei Minuten Vorbereitung: Schau dir die zwei wichtigsten Spezialeinheiten an, leg dir für jedes Zeitalter ein Wahrzeichen zurecht und plane, wie du den frühen Bonus nutzt – bei den Mongolen etwa das Plündern, bei den Rus das Gold aus der Jagd. Ein Blick ins Wiki oder in eine aktuelle Tier-Liste reicht für einen soliden Eröffnungsplan.
Eine verlorene Partie mit einer neuen Zivilisation ist keine verlorene Zeit, sondern Erfahrung. Statt sofort weiterzudrehen, lohnt es sich, zwei bis drei Partien bei derselben Zivilisation zu bleiben – erst dann sitzt die Eröffnung.