Über 170 Champions – und welchen nimmt man?
Seit 2009 ist der Champion-Pool von League of Legends auf über 165 Namen gewachsen. Jeder Champion bringt eigene Mechaniken, Combos und Rollenprofile mit. Die Folge: Die Frage „Wen spiele ich heute Abend?“ dauert manchmal länger als das Laden der Runde. Das Champion-Rad kürzt diese Entscheidung auf Sekunden – und holt dich nebenbei aus der Komfortzone. Wer regelmäßig dreht, spielt binnen eines Monats spürbar mehr verschiedene Champions.
Das Rad orientiert sich an den offiziellen Rollen von Riot: Kämpfer, Magier, Assassine, Tank, Schütze und Unterstützer. Welche Rolle du ziehst, sagt dir sofort, welche Aufgabe im Team auf dich zukommt.
Sechs Rollen, sechs Spielweisen
Das Ergebnis ist weniger ein Name als ein strategischer Rahmen. Die Rollen im Überblick:
- Kämpfer: Garen, Darius oder Irelia stehen in der ersten Reihe und gewinnen über längere Schlagabtausche.
- Magier: Ahri, Lux und Syndra kontrollieren aus der Distanz mit Burst und Poke – Manamanagement inklusive.
- Assassine: Zed, Katarina und Talon suchen das eine Ziel und löschen es in einer Rotation aus.
- Tank: Ornn, Sejuani und Malphite bauen die Frontlinie und eröffnen die Teamkämpfe.
- Schütze: Jinx, Caitlyn und Ezreal farmen auf der Botlane und tragen das Team im späten Spiel.
- Unterstützer: Thresh, Lulu und Nami liefern Vision, Kontrolle und Heilung – die Spielmacher im Hintergrund.
In welchen Modi ein Zufallspick Sinn ergibt
ARAM: Der Modus würfelt ohnehin – vorher zu drehen hilft aber, Rerolls im Team abzusprechen.
Normal-Spiele: Der beste Ort, um die eigene Main-Rolle zu verlassen. Nach einem Monat hast du zehn neue Champions zumindest einmal gespielt.
Fünfergruppe: Alle drehen und bauen daraus eine Komposition. Genau solche Runden bleiben am längsten in Erinnerung.
Nicht für Ranked: Wer aufsteigen will, fährt mit drei bis fünf gut beherrschten Champions besser. Heb dir das Rad für Normal, ARAM und eigene Lobbys auf.
So holst du am meisten heraus
Statt sofort in die Runde zu springen, lohnen sich zwei bis drei Minuten Vorbereitung: Sieh dir auf League of Graphs oder U.GG die Standard-Combo an, notiere die ersten Items und die Skill-Reihenfolge und wähle passende Runen. Kein Profi-Aufwand nötig – aber diese kurze Recherche macht die ersten zehn Minuten deutlich angenehmer.
Und ein Tipp gegen den Dreh-Reflex: Bleib nach dem Ergebnis für zwei bis drei Partien bei demselben Champion. Das Rad ist zum Entdecken da, nicht zum ständigen Wechseln – gelernt wird erst in der Wiederholung.